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Erkenntnis
führt zu schönen Charaktereigenschaften
Muhammad, der Gesandte Allahs, Frieden und Segen seien mit ihm,
war mit dem vorbildlichsten Charakter ausgestattet. Seiner Verhaltensweise
folgen die Muslime.
...und wärst du schlecht im Umgang, harten Herzens gewesen,
so würden sie sich von dir abkehren.
('Ali ^Imran, 159)
Der Vers zeigt
auf, wie vorteilhaft, aber auch wichtig ein guter Charakter und
gutes Benehmen sind.
In den meisten Fällen wenden sich die Mitmenschen nicht
von einem ab; sie hören zu und zeigen Interesse.
Ein untadeliges
Verhalten und mit Wissen angewandte Gutmütigkeit stehen im
Dienste der Mitmenschen und stärken die eigene Persönlichkeitsentwicklung.
Das Wissen
formt und bildet den Menschen zum Guten!
Eigenliebe und Verantwortungslosigkeit weichen dem Interesse für
das Gemeinwohl, ohne dass das eigene Handeln vernachlässigt
wird.
...gebietet
ihr (etwa) den Menschen Frömmigkeit und vergesst euch selbst
(dabei), während ihr die Schrift rezitiert. Begreift ihr denn
nicht (euer schlechtes Tun)?
(Al-Baqara, 44)
Würdest
Du von jemandem einen Ratschlag annehmen, der offensichtlich danach
selbst nicht handelt?
Wozu dienen ihm sein Wissen und seine Erfahrung?
Es gibt genügend
Beispiele aus der Geschichte wie Menschen, die viel Wissen in den
Dingen der Religion besaßen, aufgrund von Selbstüberschätzung,
Eigenliebe, Verherrlichung oder nicht aufrichtigen Praktizierens
vom Islam abtrünnig wurden und daher nicht als Gläubige
gestorben sind.
Möge Allah
ta^ala uns davor beschützen. Amin!
Im Gegensatz zu solch prahlerischen Eigenschaften stehen die
Bescheidenheit, die Dankbarkeit, das Sich-Aufopfern, die Demut und
die Geduld.
Welch hohen
Nutzen diese Eigenschaften, nicht nur im Diesseits, sondern vor
allem für das Jenseits haben, steht außer Frage.
Der Gesandte,
Allahs Segen und Frieden seien mit ihm, sagte:
Niemand von euch ist (vollkommen) gläubig, bis er seinem
Bruder das wünscht, was er sich selbst wünscht.
(von Al-Bukhari überliefert)
Welche Auswirkung das Umsetzen dieser Aussage zur Folge haben würde,
kann sich jeder denken:
- dem Nächsten
wie dem Fremden bedingungslos das anzubieten oder zu überlassen,
was jeder für sich selbst möchte oder am liebsten hat,
zeugt von großen charakterlichen Eigenschaften.
Es deutet darauf hin, mit wie wenig ein Mensch glücklich
sein kann bzw. wie wenig sein Herz an das Weltliche gebunden sein
muss.
- Die vollständige
Ergebenheit unter den Willen Allahs führt zu den genannten
Tugenden.
Das
Herz derjenigen, die einen vollkommenen Iman besitzen, ist geschmeidig
und nicht hart oder rauh.
Die einfühlsamen und schönen Worte, die sie aussprechen,
bezeugen, was in ihren Herzen ist, denn das
Herz ist der Befehlshaber des Körpers.
Sie wünschen ihren Brüdern nichts Schlechtes, weil sie
auch für sich selbst nichts Schlechtes wünschen.
- Ihr Wissen
über die Vorgänge des Lebens und die Regeln des Islam
schützt sie vor den schlechten Taten.
Einige Menschen besitzen die eine oder andere dieser positiven Eigenschaften
durch die Gnade des Erbarmers.
Es ist erforderlich,
diese zu bewahren und zu pflegen, weil sie etwas Wertvolles sind.
Es ist erforderlich, sich die Kenntnis anzueignen, durch welche
Handlungen sie geschützt werden, damit sie nicht verloren gehen.
So wie es eine Anzahl unter den Muslimen gibt, die nur schwach die
erwähnten Tugenden verinnerlicht haben, so gibt es sicherlich
auch eine Anzahl unter den Nicht-Muslimen, bei denen diese vorzüglichen
Charaktereigenschaften in hohem Maße ausgeprägt sind.
Wer gute
Werke verrichtet, ob Mann oder Frau, und dabei gläubig ist:
jene treten ins Paradies ein und ihnen geschieht kein Unrecht.
Und wer folgt einer besseren Religion als derjenige, der sich (aufrichtig)
Allah hingegeben hat und (nur aufgrund dessen) gütig ist...
(An-Nisa', 124, 125)
Hier zeigt sich,
dass all diese lobenswerten Eigenschaften und guten Taten, nur einen
Nutzen für das Jenseits haben, wenn der auf der Wahrheit
beruhende Glaube an Allah vorhanden ist.
Das bedeutet jedoch nicht, dass diejenigen Muslime, die sich sündig
verhalten und in ihrer Ausübung der religiösen Pflichten
nachlässig sind, nicht mit einer Rechenschaft gegenüber
Allah zu rechnen hätten.
Oh Allah, stärke
uns in der Ausübung unserer guten Taten, vergib uns unsere
Sünden und entferne uns von ihnen. Amin!
Wer nach Wissen handelt, der wird auch als Vorbild angenommen!
Das Wohl einer
Gesellschaft hängt unmittelbar von den Verhaltensweisen ihrer
Individuen ab.
So tragen diejenigen, die das Wissen über die Morallehre und
die zwischenmenschlichen Beziehungen besitzen und danach handeln,
am stärksten zum Gemeinwohl bei.
...Allah wird die unter euch, die gläubig sind, und die,
denen Wissen gegeben wurde, um Rangstufen erhöhen. Und Allah
ist dessen wohl kundig, was ihr tut.
(Al-Mujadala, 11)
Es ist wichtig,
dass ein Mensch gemäß seines Wissensstandes handelt und
urteilt, damit ein nützlicher Beitrag für das Gemeinwohl
entsteht.
Das bedeutet auch, dass er, solange er sich in bestimmten Sachverhalten
noch in Unkenntnis befindet, nicht seinen Rat und sein Tun auf Vermutungen
stützt.
Dies bezieht sich insbesondere auf die religiösen Angelegenheiten,
da ohne das notwendige Wissen für ihn und andere die Gefahr
eines möglichen Schadens droht.
Je mehr Erkenntnis im allgemeinen ein Mensch über die Vorgänge
des Lebens und die Regeln des Islam verinnerlicht, desto stärker
richtet sich sein Handeln nach Allahs Wohlgefallen.
Und wer von uns Menschen weiß schon, was ihn im Jenseits erwartet?
Halte Dich von übereilten Handlungen und Urteilen fern!
Möge Allah ta^ala uns mit Bescheidenheit und Geduld ausstatten.
Amin!
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Lass Deine
Aussagen und Handlungen
Zeugen von der
Schönheit des Islam sein!
Beim Nachmittag!
Wahrlich,
der Mensch ist im Verlust.
Außer diejenigen,
die glauben,
gute Werke verrichten,
einander zur Wahrheit
und einander zur Geduld
ermahnen.
(Al-^Asr, 1-3)
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