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Allah liebt
es, zu vergeben, so bitte Ihn darum!
Der Gläubige ist darauf bedacht, dass seine Taten am Tage des
Jüngsten Gerichts nicht gegen ihn sprechen und ihn nicht zu
stark belasten.
Er verrichtet
daher vorsorglich seine Pflichten und hält sich von Sünden
fern.
Als ein weiteres
Mittel, bittet er viel um Vergebung, damit seine, mit schlechten
Taten gefüllte Waagschale am Tage des Jüngsten Gerichts
nicht zu schwer wiegt.
Es gibt zahlreiche
Aussagen des Gesandten darüber, dass Allah demjenigen die Sünden
vergibt, der bereut und Ihn um Vergebung bittet.
Hinzu kommen
viele Ayat im Qur'an, die daraufhinweisen, dass Allah ta^ala der
Gnädige, der Erbarmer und der Vergebende ist.
Der Mensch kann auf verschiedene Art und Weise Vergebung erlangen:
- Al-Istighfar
kann unabhängig von einer Sünde als Dhikr oder Bittgebet
(Du^a) verwendet werden, woraufhin ihm Sünden vergeben werden
können.
- Al-Istighfar
kann äußerlich (durch Aussprechen) das Bereuen einer
Sünde bekunden, jedoch ist die Reue im Herzen.
- für
den Nicht-Muslim bedeutet es die Annahme des Islam durch das Aussprechen
des Glaubensbekenntnisses, wodurch ihm alle seine vergangenen
Sünden vergeben werden.
Wer sich sein Wissen zunutze macht, der bittet Allah um Vergebung
für die eigenen Sünden und sorgt so für das Jenseits
vor.
Das Bitten um Vergebung hat darüberhinaus auch einen großen
Nutzen für das Diesseits:
Wer Allah oft um Vergebung bittet, dem beschert Allah eine Erleichterung
aus allen (weltlichen und religiösen) Bedrängnissen, einen
Ausweg aus jedem Kummer und Er versorgt ihn aus ihm unbekannten
Wegen (über seine Erwartungen hinaus).
(von Abu Da'ud überliefert)
Der Friede und Segen von Allah seien mit dem Gesandten Muhammad.
Seine Aussage
beschreibt eindrucksvoll, wie vielseitig die Auswirkungen durch
das Bitten um Vergebung sein können.
Im Edlen Qur'an befinden sich weitere Hinweise zu den nützlichen
Auswirkungen von Al-Istighfar im Diesseits:
- Hierzu gehört
die Versorgung des Menschen, wie es Noah deutlich macht:
Und ich
(Noah) sprach (zu den Ungläubigen):
Bittet Allah (durch euren Eintritt in den Islam) um Vergebung.
Denn (nur) Er ist der Vergebende.
Er sendet (durch euren Istighfar) vom Himmel Regen in Mengen zu
euch hinab und Er beschert euch Vermögen, Nachkommenschaft
und zahlreiche (irdische) Gärten und Flüsse.
(Nuh, 10-12)
- Hinzu kommt,
dass der Mensch mit körperlicher Stärke und Zeugungsfähigkeit
ausgestattet wird, worauf der Prophet Hud hinweist:
Oh mein
Volk, bittet euren Herrn um Vergebung und bekehrt euch.
So sendet Er auf euch Regen in Mengen vom Himmel hinab und verleiht
euch zu eurer Stärke (noch mehr) Stärke.
(Hud, 52)
- Desweiteren
wird dadurch die völlige Vernichtung der Menschen
ausgeschlossen, wie es Allah ta^ala im Qur'an verspricht:
Und Allah
vernichtet sie (die Menschen) nicht (vollständig), solange
sie (einige von ihnen) um Vergebung bitten.
(Al-Anfal, 33)
Hier zeigt sich wie wichtig ein gegenseitiges Verantwortungsbewusstsein
für das Miteinander unter den Menschen ist.
Ein gegenseitiges
Verständnis kann nur auf der Grundlage von Wissen erreicht
werden.
Du kannst zu jeder Zeit um Vergebung bitten und es wird Dir und
anderen von großem Nutzen sein.
Al-Istighfar beinhaltet die Erkenntnis des Menschen:
- von der Allmacht
Allahs, Der sein Schöpfer ist und Dem er seine Existenz verdankt.
- dass Allah
in Wahrheit sein einziger Versorger ist und er von Ihm in jeder
Hinsicht abhängig ist.
Durch Al-Istighfar signalisiert der Mensch, dass er seine begrenzten
Fähigkeiten akzeptiert und der Hilfe Allahs bedarf.
Bitte Allah um Vergebung!
Es bedarf keiner
Sünde, damit Du um Vergebung bitten kannst.
Der Gesandte sagte:
Ich bitte
Allah, den über alles Erhabenen, hundertmal am Tag um Vergebung
und bekehre mich zu ihm.
(von An-Nasa'i überliefert)
...und dies,
obwohl ihm bereits vergeben wurde!
Mein Herr, vergib mir und den gläubigen Männern und den
gläubigen Frauen. Amin!
Der Gesandte sagte:
Wer unmittelbar nach Beenden des Abendgebetes zehnmal hintereinander
sagt:
la ilaha
ill-Allahu
wahdahu la sharika lahu
lahu-l-mulku wa lahu-l-hamdu
yuhyi wa yumit wa hua ^ala kulli shay'in qadir,
der erhält
zehn gute Taten von Allah gutgeschrieben, die ihn ins Paradies führen.
Und
Allah vergibt ihm zehn große Sünden, die ihn in die Hölle
führen würden.
Und wenn
er dies im Anschluss an das Morgengebet sagt, erhält er das
gleiche.
Beachte die folgende Erläuterung zu diesem von At-Tirmidhi
überlieferten Hadith.
Darin befindet
sich Außergewöhnliches:
- Wenn Du das
erwähnte Dhikr zu den genannten Zeiten aufsagst, dann werden
Dir 10 große Sünden vergeben.
Allah, der
Vergebende, hat es Seinen Dienern aus Gnade gegeben.
Darauf weist der gewaltige Lohn einer so leicht auszuführenden
Tat hin.
- Dieses Dhikr
bewahrt Dich vor vielen Angriffen der Teufel.
- Es bewahrt
Dich vor Unglücken und Unfällen.
Wohl dem, der dieses Dhikr ausspricht!
Wichtig: Der Nutzen wird nur
dann erlangt, wenn Du nach dem Beenden des Gebetes nicht die Beine
ausstreckst oder Dich aufrichtest, sondern im Sitzen verharrst und
beim Aufsagen des Dhikr die Anzahl (10) einhälst, und ohne
vorher etwas anderes zu sagen.
Das Außergewöhnliche an diesem Dhikr ist der große
Nutzen, den Du daraus ziehst.
Das Pflichtgebet
zum Vergleich tilgt keine großen Sünden, obwohl es einen
hohen Stellenwert hat.
Dennoch: das
Gebet ist die beste Tat, die ein Muslim verrichten kann und fünfmal
täglich muss.
Beachte auch:
Obwohl das Gebet selbst diesen hohen Lohn nicht in sich birgt, ist
es dennoch Voraussetzung für die Erlangung des Lohnes!
Wisse: Allah liebt es, wenn Du Ihn um Vergebung bittest.
Oh Allah, ich bin derjenige, der Deiner bedarf, denn Du besitzt
die Allmacht, so hilf mir. Amin!
Unsere Empfehlung zum Thema: Drei
gewaltige Dhikr!
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