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Das Vertrauen auf Allah
(At-Tawakkul)




Zusammenfassung:
Das Vertrauen auf Allah (At-Tawakkul) ist eine Tätigkeit Deines Herzens und bedeutet, dass Du der Überzeugung bist, dass in Wahrheit niemand außer Ihm das Gute gewährt oder verwehrt.


Vertrauen ist eine Überzeugung, die frei ist von jeglichem Misstrauen, auch wenn es noch so klein wäre.


Hierin zeigt sich, dass Vertrauen und Glaube in einem untrennbaren Zusammenhang stehen.


Nutze Dein Vertrauen gegenüber Allah als ein Mittel zur Steigerung Deines Glaubens:

Je stärker Dein Vertrauen in Allah, desto stärker Dein Glaube (Iman)!



...und wer Allah fürchtet, dem gibt Er einen Ausweg (aus allen Bedrängnissen) und versorgt ihn aus (ihm) unbekannten Wegen.
Und wer auf Allah vertraut, dem genügt Er!...

(At-Talaq, 2-3)


Dazu überliefert Ad-Darimi von Abu Dharr, dass der Gesandte sagte:

Ich kenne einen Vers: wenn die Menschen nach diesem handeln würden, würde er ihnen genügen.


Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Allah allein der Versorger ist, der Mensch auf Ihn vertrauen soll und sich nicht vom Praktizieren des Islam ablenken lassen soll.




Das Vertrauen auf Allah ist ein wesentliches Merkmal der Gläubigen




Wahrhaftig! (Vollkommen) gläubig sind diejenigen, deren Herzen Ehrfurcht empfinden, wenn Allah erwähnt wird.
Und wenn ihnen Seine Verse vorgetragen werden, nimmt ihr Glaube durch diese zu.
Und auf ihren Herrn vertrauen sie.

(Al-Anfal, 2)


Allah gebietet an zahlreichen Stellen im Qur'an, Ihm zu vertrauen.

...und vertraue auf den Lebendigen, Der nicht stirbt!
(Al-Furqan, 58)

Und vertraut auf Allah, so wahr ihr gläubig seid.
(Al-Ma'ida, 23)


Und genau dies machen die Gläubigen!

...und auf Allah vertrauen die Gläubigen.
(Ibrahim, 11)


Vertrauen bringt Dir Ruhe, lässt Dich genügsamer und geduldiger werden.

Allah liebt die Vertrauenden.
('Ali ^Imran, 159)

Und wer auf Allah vertraut, dem genügt Er!
(At-Talaq, 3)




Allah ta^ala garantiert Seine Hilfe gegenüber den Vertrauenden



Dieses sei aber nicht falsch zu verstehen:

mit Vertrauen ist nicht etwa Untätigkeit gemeint!


  • Sei aktiv und gehe einer erlaubten Beschäftigung für den Erwerb Deines Lebensunterhalts nach und vertraue auf Allah, anstatt einfach zuhause zu bleiben und tatenlos auf die Versorgung zu warten!


    Al-Qushayri schreibt:

    Das Streben des Menschen (nach Lebensunterhalt oder materiellen Dingen) widerspricht nicht dem Vertrauen im Herzen, solange er die Gewissheit besitzt, dass der Verlass auf Allah ist.


    Der Gesandte sagte:

    Würdet ihr auf Allah vertrauen, so wie ihr auf Ihn vertrauen solltet (und auch könnt), so würde Er euch versorgen, wie Er den Vogel versorgt: er fliegt (morgens wegen seines Lebensunterhalts) mit leerem Magen hinaus und kehrt (abends) mit vollem zurück.
    (von At-Tirmidhi überliefert)


    Er sagte auch:

    Es ist für den Menschen besser, sich aus eigenständiger Arbeit zu ernähren.

    (von Al-Bukhari überliefert)


    Und obwohl Du weißt, dass Deine Versorgung gewährleistet ist, solltest Du dennoch bemüht sein, Deinen Lebensunterhalt mit den Dir erlaubten Möglichkeiten zu verdienen.


    Er ist es, Der euch die Erde dienstbar gemacht hat. Geht also hinaus auf ihren Wegen und versorgt euch mit Seinen Wohltaten.
    (Al-Mulk, 15)


    Oh ihr, die ihr glaubt! Wenn zum (Gemeinschafts-)Gebet am Freitag gerufen wird, dann eilt zum Gebet für Allah und unterlasst den Handel. Es ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet!
    Wenn das Gebet (aber) beendet ist, dann verteilt euch im Lande und strebt nach der Gunst von Allah.

    (Al-Jumu^a, 9-10)

    Nach dem Gemeinschaftsgebet am Freitag ist es den Muslimen wieder erlaubt, zu ihrem Handel und ihren Geschäften zurückzukehren.



  • Sorge für die Behandlung Deiner Krankheiten und vertraue auf Allah!


    Es ist richtig, dass die Heilung nur von Allah allein kommt.

    Dennoch gibt es Mittel und Wege, die der Grund für die Heilung einer Krankheit sein können:

    Konsultiere einen Arzt oder nimm geeignete Medikamente bzw. Naturheilmittel ein oder wende ein verläßliches "Hausfrauenrezept" an und sprich Bittgebete und lies Al-Fatiha, die erste Sura des Qur'an.

    Die Sura Al-Fatiha hat heilende Wirkung und wird deshalb auch als Ash-Shafiya oder Ar-Ruqiya genannt. Sie muss korrekt gelesen werden.


    Al-Bukhari und Al-Baihaqi überliefern von Abu Said Al Khudri:

    Als wir (einige der Gefährten) unterwegs waren, kam ein Mädchen und sprach: Mein Herr ist von einer Schlange gebissen worden.
    Gibt es unter euch einen Heilenden?

    Ein Mann stand auf, den von uns niemand zuvor als Heilenden kannte.
    Er heilte ihn, woraufhin uns dieser (der Geheilte) drei Schafe und Milch gab.
    Als er zurückkehrte fragten wir ihn: Wie hast du ihn kuriert?
    Er erwiderte: Ich habe ihn mit der Mutter der Schrift (Al-Fatiha) kuriert.
    Wir sprachen: Niemand unter uns spricht hierüber, bis wir den Gesandten dazu befragt haben.
    Als wir Madina erreichten, erzählten wir es dem Gesandten.

    Der Gesandte sprach erfreut und mit Zustimmung: Was ließ ihn wissen, dass sie heilende Wirkung hat?



  • Gehe achtsam mit Deinem Besitz um!


    Abu Da'ud und At-Tirmidhi überliefern von Al-Mughira, der sagte: ich hörte Anas Ibn Malik sagen: ein Mann kam zum Gesandten und sprach:

    Oh Gesandter Allahs, soll ich es (mein Kamel) anbinden und vertrauen oder nicht anbinden und vertrauen?

    Der Gesandte antwortete: Binde es an und vertraue (auf Allah)!



Dein Vertrauen auf Allah entbindet Dich nicht Deiner Verantwortung.

Es sollte in Deinem Herzen an erster Stelle stehen und Dich in allen Lebenssituationen begleiten.


Und es gibt kein Lebewesen auf der Erde, dessen Versorgung nicht von Allah kommt.
(Hud, 6)



Oh Allah, Du genügst mir, denn es gibt keine Gottheit außer Dich.
Auf Dich vertraue ich, denn Du hast die Macht über alle Dinge.




Zum Schluss eine kurze Geschichte, die das vollkommene Vertrauen des Gesandten gegenüber Allah beispielhaft darstellt:


Muslim überliefert von Jaber:

Wir ließen den Gesandten Allahs alleine unter einem schattigen Baum zurück.
Ein Götzenanbeter kam und ergriff das Schwert des Gesandten, welches am Baum lehnte.

Er sprach zum Gesandten: Fürchtest Du mich?
Dieser erwiderte: Nein!
Dann fragte er den Gesandten: Wer schützt Dich vor mir?
Er antwortete: Allah!



Viele der Götzendiener sahen den Gesandten als ihren Feind an und trachteten immer wieder nach seinem Leben.
Und obwohl sich der Gesandte häufig in Lebensgefahr befand, blieb er unerschrocken und ruhig, handelte mit seinem Wissen, zeigte seinen außergewöhnlichen und vorzüglichen Charakter und vertraute dabei vollkommen auf Allah.


An-Nawawi überliefert zu dem o.g. Vorfall weiter:

Das Schwert fiel (dann) aus seiner Hand, woraufhin der Prophet es ergriff und jenen wiederum fragte: Wer schützt Dich vor mir?

Jener flehte (hilfesuchend): Sei milde und gütig zu mir.

Der Gesandte fragte (daraufhin): Bezeugst Du, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und dass ich der Gesandte Allahs bin?

Er erwiderte: Nein, jedoch verspreche ich Dir, Dich weder zu bekämpfen noch Deine Feinde zu unterstützen.

Der Gesandte ließ ihn (dann) gehen.

Als dieser seinen Freunden begegnete sprach er: Ich komme gerade von dem besten (aller) Menschen!



Der Friede und Segen von Allah seien mit unserem Gesandten Muhammad!
 
 




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Und wenn Du
(nach reiflicher Überlegung) einen Entschluss gefasst hast, dann vertraue auf Allah.

('Ali ^Imran, 159)













Der Friede und Segen
von Allah
seien mit dem
Gesandten Muhammad!

















































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